Schlagwort-Archive: Menschenrechte

Veranstaltungsreihe Kolumbien (V): Chocó – Eine kolumbianische Region im Schatten der Globalisierung (21.05.2015)

Wenig beachtet von der Öffentlichkeit und den internationalen Medien findet im Chocó, einer im pazifischen Küstentiefland liegenden Region Kolumbiens, eine Auseinandersetzung um die Autonomie der bäuerlichen Gemeinden und um die drohende Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der ansässigen Bevölkerung statt. Eine Auseinandersetzung, die uns alle angeht. Denn: Der tropische Regenwald des Chocó ist eine der wasserreichsten Gegenden der Welt. Auf 46.500 km² Fläche befindet sich eine Pflanzen- und Tierwelt, die an Vielfalt und Schönheit einzigartig ist. Der Naturpark Katios am Río Atrato wurde von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit ernannt. Seine Erhaltung steht exemplarisch für den Schutz der Natur in allen Teilen unserer Erde. Unsere 5. Kolumbien-Veranstaltung fand wieder mit wieder Ursula Holzapfel und Ulrich Kollwitz von dem „Equipo Misionero Justicia y Paz“ in Quibdo, Dep. Choco, Kolumbien, die wir auch schon bei den drei vorausgegangenen Veranstaltungen zu Gast hatten. Die Veranstaltung fand am 21. Mai 2015 in der „Alten Kaplanei“ der Pfarrei Sankt Sebastian in Bonn-Poppelsdorf, Sternenburgstraße 27, statt.

Zum Download der Veranstaltungsankündigung:
Flyer der Veranstaltung in Bonn am 21. Mai 2015

choco-1

Veranstaltungsreihe Kolumbien (IV): Kolumbien wehrt sich gegen Naturzerstörung (10.10.2013)

Unsere 4. Kolumbien-Veranstaltung befasste sich mit den aktuellen Auseinandersetzungen des Jahres 2013 in dem südamerikanischen Land, vor allem mit dem wachsenden Widerstand gegen die Umweltzerstörung und den Protesten der Landbevölkerung gegen ihre zunehmende Verarmung aufgrund von Billigimporten und Freihandelsabkommen. Diese Auseinandersetzungen haben sich in den letzten Monaten auf mehrere Regionen Kolumbiens ausgedehnt. Unsere Diskussion beyog sich beispielhaft auf die Region Choco, wo die Goldminenausbeutung Boden und Regenwald zerstört und damit auch die Lebensgrundlagen der Afro- und indigenen Bevölkerung bedroht. Als Referenten konnten wir wieder Ulrich Kollwitz und Ursula Holzapfel, von dem „Equipo Misionero Justicia y Paz“ in Quibdo, Dep. Choco, Kolumbien, gewinnen, deren kenntnisreiche und detaillierte Beschreibung der Probleme uns bereits bei den beiden vergangenen Veranstaltungen begeistert hat. Für ihre Arbeit im Departament Chocó waren beide im Jahre 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Informationsstelle Lateinamerika (ILA) und dem Ibero Club Bonn statt. Donnerstag, den 10. Oktober 2013, 19:00 Uhr; Ort: Kapitelsaal der Katholischen Hochschulgemeinde Bonn/Sankt Remigius, Brüdergasse 8, Bonn. Lageplan Sankt Remigius

choco_vorher
choco_nachher

Regenwald im Choco: vor und nach dem illegalen Goldabbau

Veranstaltungsreihe Kolumbien (II): Der Kampf um die Selbstbehauptung der indigenen und afrokolumbianischen Bevölkerung im Chocó“ (6.6.2012)

Veranstaltung mit Ulrich Kollwitz und Ursula Holzapfel, „Equipo Misionero Justicia y Paz“ in Quibdo, Kolumbien, die über die Auseinandersetzungen um Selbstbehauptung und Menschenrechte im kolumbianischen Departamento Chocó berichteten. (Mittwoch, den 6. Juni 2012, Räumen des Hauses Migrapolis, Brüdergasse 16-18 , 53111 Bonn)

Wie bereits auf unserer ersten Veranstaltung zu Kolumbien im Oktober 2010 ausführlich dargestellt, ist die Situation im Chocó seit vielen Jahren durch Zerstörung der Umwelt, zunehmende politische Korruption sowie ständige Gewalt von Paramilitärs, regulärer Armee und Guerilla gegen die hauptsächlich afrokolumbianischen und indigenen Gemeinschaften geprägt. Die Diözese Quibdó und die NGO Human Rights Everywhere führen seit Jahren Projekte zur Unterstützung der Selbstbehauptung dieser Gemeinschaften auf kollektiven Landbesitz und zur Verteidigung elementarer Menschenrechte durch und verfügen deshalb über erstklassige Informationen über die dortige Situation. Mit unserer Veranstaltung wollen wir über die Situation im Chocó informieren und das Engagement der Menschen in diesen Projekten unterstützen. Als Referenten unserer Informations- und Solidaritätsveranstaltung konnten wir wieder – wie schon vor anderthalb Jahren – Ulrich Kollwitz, den Vertreter der Diözese, gewinnen,  die beide in lebendiger Weise über Land, Menschen und den Kampf für soziale Gerechtigkeit berichteten.

choco-2