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»Hilando Altares de la memoria y la verdad« —
Ein Workshop zur Erinnerungskultur

Die »Unter­stützungs­gruppe der kolumbian­is­chen Wahrheit­skom­mis­sion in Deutsch­land« (»Nodo de Apoyo Ale­ma­nia a la Comi­sion de la Ver­dad Colom­bia«) und »COLPAZ — Frieden für Kolumbi­en« laden zu einem Work­shop ein, der sich der Erin­nerungskul­tur wid­met. In diesem Work­shop geht es um die Aufar­beitung von Ereignis­sen während des Gewaltkon­flik­tes in Kolumbi­en. Bei den Teilnehmer*innen han­delt es sich um direkt oder auch indi­rekt Betrof­fene, die gegen­wär­tig in Deutsch­land leben, die in ein­er gemein­samen Aktion ihre Erfahrun­gen mit den Ereignis­sen in Kolumbi­en reflek­tieren. Konkret geht es um die tex­tilkün­st­lerische Erstel­lung eines »Altars der Erin­nerun­gen«, in dem Schmerz, Trauer, die Abwe­sen­heit aber auch die Vertei­di­gung des Lebens, die Zuver­sicht, Zärtlichkeit und Freude sym­bol­isiert wer­den kann. Das End­pro­dukt wird nach Kolumbi­en an die Wahrheit­skom­mis­sion geschickt.

Der Work­shop find­et in spanis­ch­er Sprache statt und wird geleit­et von Alexan­dra Bis­bi­cus (Sozialpäd­a­gogin und Tex­tilkün­stelerin mit kun­st­ther­a­peutis­ch­er Aus­bil­dung). Der Work­shop wird finanziell unter­stützt vom deutsch-kolumbian­is­chen Friedensin­sti­tut CAPAZ.

El taller es un encuen­tro de reflex­ión que se basa en bor­dar, tejer como prop­ues­ta de arte trans­for­mador y sanador, que reivin­dique y recon­struya la memo­ria colec­ti­va y la ver­dad sobre el con­flic­to colom­biano y cómo lo percibi­mos fuera de Colom­bia. Bor­dar, unir, zur­cir las his­to­rias de vida. Es otra for­ma de nar­rar y cam­i­nar la pal­abra resistien­do ante la vio­len­cia, el silen­cio y el olvi­do. Tejer colec­ti­va­mente es un ejer­ci­cio que gen­era diál­o­gos para com­pren­der qué nos ha pasa­do como sociedad y como país. Se bor­darán altares del dolor, del due­lo, de las ausen­cias que el con­flic­to nos ha deja­do, pero tam­bién sim­bolizan la ter­nu­ra, la ale­gría y la defen­sa de la vida. La pieza que resulte del taller será envi­a­da a la Comisión de la Ver­dad en Colom­bia.

Inscrip­ciones y may­or infor­ma­ción: colpaz@riseup.net

Programa

  • Viernes 23.10.20 de 18.30 a 21:00
    Con­ver­sación sobre tra­ba­jo de memo­ria y el teji­do como ele­men­to de nar­ración.
    Lugar: Cen­tro Inter­na­cional de Mujeres en Bonn (ifz), Quan­tiusstraße 8, 53115 Bonn
    (direc­ta­mente detrás de la estación cen­tral)
  • Sába­do 24.10.20 de 09:30 a 18:00
    Dinámi­ca de con­fi­an­za gru­pal.
    Intro­duc­ción a difer­entes téc­ni­cas para elab­o­rar los altares
    Reflex­ión sobre el tema per­son­al del altar.
    Ini­cio del tra­ba­jo per­son­al y gru­pal.
    Lugar: Migrapo­lis — Haus der Vielfalt, Brüder­gasse 16–18, 53111
    Bonn,Tercer Piso
  • Domin­go 25.10.20 de 09.30 a 12:30
    Final­ización de los altares
    Retroal­i­mentación del pro­ce­so.
    Aclaración de los pasos sigu­ientes
    Lugar: Cen­tro Inter­na­cional de Mujeres en Bonn (ifz), Quan­tiusstraße 8, 53115

El taller será dirigi­do por Alexan­dra Bis­bi­cus, ped­a­goga social y artista tex­til con for­ma­ción en arte ter­apia. Los mate­ri­ales serán facil­i­ta­dos, pero les ped­i­mos de ser posi­ble que cada per­sona lleve peda­zos de telas (reci­cladas) que ten­gan un val­or afec­ti­vo, que les guste para dis­eñar los altares.

Stellungnahmen der Bonner Bürgermeister-
Kandidat*innen zu »Hindenburg«

Im Rah­men der Aktio­nen zur Unter­stützung des Bürg­er­antrages für die Umbe­nen­nung des Hin­den­burg­platzes und der Hin­den­bur­gallee in Bonn (siehe: unseren Beitrag vom 3.6.2020) hat­ten die Unterze­ich­n­er des Bürg­er­antrags auch die Kandidat*innen zur Bon­ner OB-Wahl schriftlich um eine Stel­lung­nahme gebeten. Über die einge­gan­genen Stel­lung­nah­men hat nun die Ini­tia­tive in ein­er Pressemit­teilung die Öffentlichkeit informiert.

  • Die OB-Kandidat*innen Frau Kat­ja Dörn­er (Grüne) und Dr. Michael Faber (Linke) haben der Ini­tia­tive für ihre Aktiv­itäten gedankt und ihre Unter­stützung zuge­sagt.
  • Herr Wern­er Hümm­rich, der Kan­di­dat der FDP, ste­ht ein­er Namen­sän­derung grund­sät­zlich offen gegenüber und weist – aus unser­er Sicht zurecht – darauf hin, „dass uns die Löschung und Umbe­nen­nung von Straßen­na­men und Plätzen nicht von der his­torischen Ver­ant­wor­tung ent­bindet.“
  • Der Ober­bürg­er­meis­ter und OB-Kan­di­dat der CDU begrüßt unsere Ini­tia­tive und freut sich auf einen span­nen­den Dia­log im Rah­men des vom Kul­tur­dez­er­nat geplanten Arbeit­skreis­es zur Erin­nerungskul­tur in der Stadt Bonn.
  • Die OB-Kan­di­datin der SPD hat zu unserem Anliegen keine Stel­lung­nahme abgegeben.
  • Herr Dr. Man­ka, der OB-Kan­di­dat des BBB, schließt sich der ablehnen­den Hal­tung der Frak­tion des BBB an.

In der Presseerk­lärung danken die Unterzeichner*innen des Antrags allen OB-Kandidat*innen, die Stel­lung genom­men haben, für ihre Bere­itschaft, sich inhaltlich mit diesem The­ma auseinan­derzuset­zen. Die Ini­tia­tive wird weit­er­hin aktiv bleiben, um ihre Argu­mente für eine demokratis­che Erin­nerungskul­tur in der Öffentlichkeit zu ver­ankern.

Veranstaltung im Rahmen der Bonner Friedenstage:
»Zur Bedeutung sozialer Netzwerke bei der
Konfliktbefriedung in Kolumbien« (18.9.2019)

Im Rah­men der Bon­ner Frieden­stage, die vom 30.8. bis zum 28.9.2019 stat­tfind­en, laden COLPAZ und WISSENSKULTUREN zu ein­er Vor­tragsver­anstal­tung ein, die sich mit der Frage der Wiedere­ingliederung von ehe­ma­li­gen Kom­bat­an­ten der FARC-Gueril­la befasst.

Ref­er­ent: Andreas Glück­er, Bonn
Datum: Mittwoch, den 18. Sep­tem­ber 2019, 18:30 — 20:30 Uhr
Ort: IFZ-Bonn, Quan­tiusstraße 8, 53115 Bonn

Mit dieser Ver­anstal­tung wollen wir über die schwierige Sit­u­a­tion in Kolumbi­en informieren und damit einen Beitrag leis­ten, in der deutschen Öffentlichkeit das Ver­ständ­nis des kom­plizierten Frieden­sprozess­es in dem Land zu fördern und das Engage­ment bon­ner Bürg­er für die Frieden­sar­beit im glob­alen Süden zu unter­stützen.

Der Vor­trag basiert auf ein­er Befra­gung von ehe­ma­li­gen Kom­bat­an­ten der FARC-Gueril­la, die während ihres Aufen­thaltes in einem der Rein­te­gra­tionszen­tren zu ihren Hoff­nun­gen, Bedürfnis­sen, Äng­sten sowie zur sozialen Unter­stützung befragt wur­den. Die Ergeb­nisse illus­tri­eren die Her­aus­forderun­gen, die sich dabei stellen, nach jahre­langem Kampf gegen den Staat wieder ein akzep­tiertes Mit­glied der Gesellschaft zu wer­den. Im Kon­text der schlep­pen­den Umset­zung des Ver­trags und des gerin­gen Rück­halts in Teilen der Gesellschaft, zeigt der Vor­trag die Bedeu­tung der sozialen Net­zw­erke der ehe­ma­li­gen FARC-Kämpfer für eine erfol­gre­iche Wiedere­ingliederung.

Angesichts der jüng­sten Entwick­lun­gen, ins­beson­dere der Wieder­auf­nahme des bewaffneten Kampfes durch eine kleine aber dur­chaus ein­flussre­iche Gruppe der bere­its demo­bil­isierten FARC-Gueril­la Ende August, macht der Vor­trag die Fragilität des Frieden­sprozess­es deut­lich. Und er zeigt auch, wie riskant die Verzögerungstak­tik der gegen­wär­ti­gen kolumbian­is­chen Regierung unter Präsi­dent Duque für den Frieden im Lande ist.

bmz-logo Die Ver­anstal­tung wird gefördert durch Engage­ment Glob­al mit finanzieller Unter­stützung des Bun­desmin­is­teri­ums für wirtschaftliche Zusam­me­nar­beit.

 

Das voll­ständi­ge Pro­gramm der Bon­ner Frieden­stage find­en Sie auf der Web­site des Net­zw­erkes Frieden­sko­op­er­a­tive . Der Pro­gramm­fly­er ist hier auch zum Down­load erhältlich.