Über den Verein

Der Verein Wissenskulturen e.V. befasst sich mit der Frage, wie eine Gesellschaft mit ihrem Wissen umgeht, wie es entsteht, wie es sich entwickelt, durch welche Faktoren es beeinflussst wird und welche Konsequenzen dies auf andere Bereiche der Gesellschaft hat. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass in jeder historischen Situation Gesellschaften besondere soziale Mechanismen entwickeln, die den Umgang mit ihrem Wissen steuern. Hier wird entschieden welches Wissen bewahrt, welches vergessen oder welches gar vollständig vernichtet wird, und in welcher Weise dies geschieht. In diesem Sinne sind alle Gesellschaften Wissensgesellschaften. Es werden Strukturen aufgebaut, Regeln erlassen, Verfahren etabliert, in denen das Wissen produziert, verteilt, angewendet, gespeichert, wiedergefunden und vergessen wird. Diese grundlegende Notwendigkeit haben alle Hochkulturen in der Geschichte der Menschheit erkannt und entsprechende Praktiken entwickelt, die in einer Vielfalt von Wissenskulturen zum Ausdruck kommen. Wie diese Vielfalt sich gegenwärtig in unserer Gesellschaft entwickelt, welche kulturellen und technischen Faktoren diese Entwicklung in welche Richtung beeinflussen, ist Gegenstand der Arbeit unseres Vereins.

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Wissenskulturen e.V. wurde 2008 als gemeinnütziger Verein gegründet und betreibt das Zentrum für Soziokybernetische Studien als eigene Forschungsstelle. Die in der Satzung des Vereins festgelegten Ziele werden realisiert

  • durch die Sammlung und Auswertung wissenschaftlicher und anderer Erkenntnisse,
  • über die Durchführung von eigenen Forschungsarbeiten, die der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung im Rahmen der Schwerpunkte des Vereins dienen,
  • durch die Vergabe von entsprechenden Forschungsaufträgen,
  • durch die Verbreitung der gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen von Vorträgen, Seminaren, Lehrgängen, Tagungen und Publikationen
  • durch die Förderung der Ausbildung des im Schwerpunktbereich des Vereins tätigen wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten, Hochschulen sowie anderen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen und
  • durch die Förderung des internationalen Kultur- und Wissenschaftsaustausches im Rahmen von Fachtagungen und Kongressen sowie der Mitarbeit in internationalen Gremien.