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Arbeitskreis „Wissensallmende und Neue Medien“ (Sommersemester 2012)

„Commons bieten uns die Möglichkeit, die Dinge so beim Namen zu nennen, dass wir nicht blindlings die Fiktionen der alten Ordnung wiederholen.“ (S. Helfrich & D. Bollier: Commons als transformative Kraft, Bielefeld 2012)

Die Diskussion um die Entwicklungschancen der sogenannten „Wissensallmende“ ist eingebettet in die generellere Diskussion um Gemeingüter bzw. die „Commons“. Durch die Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaft im Jahre 2009 an Elinor Ostrom hat diese Diskussion einen enormen Aufschwung genommen. Im AK »Wissensallmende« befassen wir uns mit der Frage, was ist eine Wissensallmende, wie könnte sie genau aussehen und welche Überlebensmöglichkeit hätte sie in einer Welt, die durch die Hegemonie einer warenproduzierenden, und damit an der Schaffung von Mehrwert orientierten Gesellschaft geprägt ist. Wir beginnen mit einem Ausflug in die Geschichte und fragen: welche Bedeutung hat die Allmende in früheren Epochen des Feudalismus und des aufstrebenden Industriekapitalismus tatsächlich gespielt. Wie könnte die Utopie einer Wissensallmende aussehen? Und in welchem Verhältnis stehen Immaterialgüter (wie z.B. Wissen) und materielle Güter (z.B. Produkte, in denen hochkomplexes Wissen inkorporiert ist)?