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Veranstaltungsreihe Kolumbien (I): “Choco — Der Kampf um die Menschenrechte in Kolumbien” (25.10.2010)

Dieser Vor­trag von Ulrich Koll­witz, “Equipo Misionero Jus­ti­cia y Paz” in Quib­do, Kolumbi­en, war der Auf­takt zu ein­er Rei­he von Ver­anstal­tun­gen zum The­men­schw­er­punkt “Kolumbi­en”, die wir in den fol­gen­den Jahren in los­er Rei­hen­folge durch­führen. Ulrich Koll­witz berichtete über die Sit­u­a­tion der Men­schen­rechte in Kolumbi­en und die Arbeit der Equipo Misionero im kolumbian­is­chen Depar­ta­men­to Chocó. (Mon­tag, den 25. Okto­ber 2010, im Bon­ner Insti­tut für Migra­tions­forschung und Interkul­turelles Ler­nen (BIM) e.V., Thomas-Mann-Str. 1, 53111 Bonn)

Im Depar­ta­men­to Chocó, im kolumbian­is­chen Regen­wald zwis­chen Paz­i­fik- und Atlantik im Nor­den Südamerikas gele­gen, haben Megapro­jek­te der kolumbian­is­chen Regierung und nor­damerikanis­ch­er Inter­es­sen­grup­pen zu mas­siv­en sozialen Auseinan­der­set­zun­gen, begleit­et von Land­vertrei­bung und Ver­ar­mung der ansäs­si­gen afro-kolumbian­is­chen und indi­ge­nen Gemein­schaften geführt. Paramil­itärische Grup­pen, die teil­weise offen von den reg­ulären Stre­itkräften unter­stützt wer­den, und linke Gueril­la­grup­pen liefern sich eine erbit­terte mil­itärische Auseinan­der­set­zung, unter der vor allem die Zivil­bevölkerung zu lei­den hat. Einige Gemein­schaften ver­suchen sich gegen diese Spi­rale der Gewalt zur Wehr zu set­zen. Sie ver­suchen, durch sol­i­darisches Han­deln die sozialen und gesellschaftlichen Bedin­gun­gen für ein selb­st­bes­timmtes Leben in Frieden und Frei­heit zu entwick­eln. In seinem beein­druck­enden Vor­trag, der von vie­len Fotos der Land­schaft und des sozialen Lebens in dieser imponieren­den Region unter­stützt wurde, berichtete Ulrich Koll­witz von diesem Ver­suchen und wie die “Equipo Misionero Vida Jus­ti­cia y Paz” die Gemein­schaften in ihrem Über­leben­skampf zu unter­stützen.

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