Zur Auseinandersetzung um Paul von Hindenburg: Die Macht des Mythos: „Ehre wem Ehre gebührt“?! (15.6.2013)

Anlässlich der Auseinandersetzung um den früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg als Ehrenbürger und Namenspatron in der Bundesstadt Bonn (s. unten), hatten wir zu zwei Informations- und Diskussionsveranstaltungen eingeladen. Beide Veranstaltungen wurden gemeinsam vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und Wissenskulturen e.V., Bonn, durchgeführt. Der Flyer für beide Veranstaltungen liegt hier zum Download bereit. Die Veranstaltungen fand an folgenden Tagen statt:

  • Mittwoch 5. Juni 2013: „Die Macht des Mythos: Paul von Hindenburg in der deutschen Öffentlichkeit“ mit Anna von der Goltz (Georgetown University Washington), um 19:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (EL-DE-Haus), Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln, und
  • Samstag 15. Juni 2013: „‚Ehre, wem Ehre gebührt‘?! Hindenburg als Namenspatron“, ein Workshop mit Arbeitsgruppen zu drei Themen der Auseinandersetzung, um 14:30 Uhr, MIGRApolis Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn.

Der Vortrag von Anna von der Goltz am 5. Juni 2013 beleuchtete die Selbst- und Fremdzuschreibungen Paul von Hindenburgs in der deutschen Öffentlichkeit 1914-1934. Die Referentin ist Assistant Professor für Deutsche Geschichte an der Georgetown University in Washington. 2008 erhielt sie den Ernst-Fraenkel-Preis für ihre Studie zum Hindenburg-Mythos; 2009 erschien ihr Buch „Hindenburg: Power, Myth, and the Rise of the Nazis“ bei Oxford University Press.

Im Zentrum der Veranstaltung am 15. Juni 2013, stehen drei Themenbereiche, die in Arbeitsgruppen behandelt wurden:

  • AG 1: „Straßenkämpfe“? Praktische Erfahrungen mit lokalen Konflikten um Straßenumbenennun-
    gen. Am Beispiel der Kontroverse um den Hindenburgplatz in Münster. Impulsreferat von Michael Sturm, Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster.
  • AG 2: Der Gefreite Hitler als Testamentsvollstrecker Hindenburgs.
    Impulsreferat von Dr. Arnold Maurer, Lehrer der Bonner Elisabeth-Selbert-Gesamtschule an der
    Hindenburgallee, die eine Schülerinitiative zur Umbenennung der Straße gestartet hatte.
  • AG 3: „Wirkmächtigkeit des Mythos“. Was verbindet Hindenburg, Sarrazin und den NSU?
    Impulsreferat von Dr. Thomas Kaut, Wissenskulturen e.V.
  • Anschließend erfolgte eine Zusammenfassung und Diskussion im Plenum.
    Moderation: Dr. Michael Paetau und Gerd Pütz

Beide Veranstaltungen wurden von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK der Stadt Köln, dem Ministerium für Familie, Kinder, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen ud Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ gefördert.
Zum Download:
Flyer der Veranstaltungsreihe „Die Auseinandersetzung um Paul von Hindenburg“

hindihinkel

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