Arbeitskreis „Am Kreuzweg der Wissensordnung“
(Wintersemester 2010/2011)

„A Spectre is haunting multinational capitalism – the spectre of free information. All the powers of ‚globalism‘ have entered into an unholy alliance to exorzise this spectre (…) Througout the world the movement for free information announces the arrival of a new social structure, born of the transformation of bourgeois industrial society by the digital technology of its own invention.“ (Eben Moglen: The dotCommunist Manifesto 2003)

In dem Arbeitskreis stellen wir uns die Frage: „was ist eigentlich das Revolutionäre“ an der sogenannten „digitalen Revolution“? Wer sind die Subjekte dieser Transformation und was ist ihr Gegenstand? Wir knüpfen an die Beobachtung an, dass die Wissensformation der Gesellschaft sich insofern an einem Kreuzweg befindet, als gegenwärtig Weichenstellungen erfolgen, die darüber entscheiden, ob die Potenziale der Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden, um mehr Selbstbestimmung der Individuen und größere Transparenz der anonymen Systeme der Macht herzustellen, oder aber eher umgekehrt eine stärkere Kontrolle der Bürger durch Sammlung und Auswertung der Daten, die sie bei all ihren Handlungen hinterlassen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwieweit der freien gemeinschaftlichen Verfügung zugänglich sein wird, oder aber immer mehr zu einer Ware wird, die proprietären Prinzipien und ökonomischen Kalkülen unterworfen sein wird.

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