Wissenskulturen e.V.

Arbeitskreise


Arbeitskreis "Historischer Wandel von Wissenskulturen am Beispiel von Aufklärung, Romantik und Postmoderne" (aktuell laufend)

"Die Vernunft hat immer existiert, nur nicht immer in der vernünftigen Form"
(K. Marx, Brief an A. Ruge, 1843)

Am Beispiel des Umbruchs von der Aufklärung zur Romantik wird nachgezeichnet, wie sich Diskurskonstellationen verändern und so letztlich zu einer neuen Wissensordnung führen können. Anhand ausgewählter Literaturstellen wird der Wandel in den Diskursen von Philosophie, Epistemologie, Politik und Kunst herausgearbeitet und in eine Beziehung gesetzt zu den Debastten, wie sie im Diskurs um die sogenannte "Postmoderne" geführt werden und zu den aktuellen Veränderungen der gesellschaftlichen Kommunikationsverhältnisse, wie wir sie gegenwärtigen im Zuge der sogenannten "digitalen Revolution" beobachten.


Arbeitskreis "Emanzipatorische Potenziale der Wissensgesellschaft" (abgeschlossen)

"Die Dekonstruktion aller Subjektreferenzen führt uns zur Position eines Beobachters zweiter Ordnung, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, jeweils zu fragen: wer sieht das?, wer sagt das?"
(N. Luhmann: Die Wissenschaft der Gesellschaft, 1990)

Dem Arbeitskreis "Emanzipatorische Potenziale der Wissensgeselllschaft" geht es darum, den gegenwärtigen durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien ausgelösten oder zumindest beflügelten Transitionsprozess, in dem sich die moderne Gesellschaft befindet, zu verstehen. Wir greifen die vielerorts vertretene These auf, dass die gegenwärtig zu beobachtende Transition in einen gesellschaftlichen Zustand führt, der als "Wissensgesellschaft" bezeichnet werden kann und fragen nach der sozialen Qualiät eines solchen Transitionsprozesses gemessen an einer emanzipatorischen Entwicklung.


Arbeitskreis "Wissenskulturen und Geschlechterverhältnisse" (abgeschlossen)

"Der springende Punkt ist nicht, neue Geschlechternormen vorzuschreiben, so als ob man die Verpflichtung hätte, ein Maß, einen Maßstab oder eine Norm für die Beurteilung konkurrierender Genderdarstellungen zu liefern."
(J. Butler: Die Macht der Geschlechternormen, 2009, S. 56)

"Bis zu meiner Abreise (aus Jamaica) hörte ich niemals, dass jemand sich selbst oder die anderen als Schwarz bezeichnet hätte, (...) dafür aber mehr als tausend andere Bezeichnungen"
(St. Hall: Rassismus und kulturelle Identität, 1994, S. 79)

Der AK "Wissenskulturen und Geschlechterverhältnisse" setzt sich mit hegemonialen und kritischen Konzepten von Geschlechterverhältnissen in unterschiedlichen Epochen und Wissenskulturen auseinander. Diese werden in ein Verhältnis gesetzt zu der heutigen Diskussion um ein nicht-identitäres und post-koloniales Verständnis von Gender, in der sowohl die diskursive Konstruktion von Geschlecht in den Vordergrund gehoben wird als auch ihre intersektionale Konstituierung (Gender - Class - Race) zum Tragen kommt.