Wissenskulturen e.V.

Aktuelles

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JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS

We are pleased to announce that the Vol. 11 of the JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS is out. The JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS (ISSN: 1607-8667) is a peer reviewed, electronic journal edited by the Center of Sociocybernetics Studies of the Association WISSENSKULTUREN e.V.. It is pusblished on behalf of the Research Commitee on Sociocybernetics (RC 51) of the International Sociological Assosciation (ISA). The Journal is fully comitted to the OPEN ACCESS INITIATIVE and will provide free access to all articles as soon as they are published.

The current issue of the Journal of Sociocybernetics includes three theoretical oriented articles and one empircal study. In their article “Changing Social Focusing in Indigenous Social Movements” the authors David Flynn and James Hay develop a theory to explain why some social movements develop through stages of increasing intensity which we define as an increase in social focusing. The authors name six such stages of focusing: disintegration, revitalization, religious, organisation, militaristic, and self-immolation. Their theory uses two variables from the social sciences: differentiation and centrality, where differentiation refers to the internal structure of a social system and centrality measures the variety of incoming information. The ratio of the two, differentiation/centrality (the d/c ratio) is a shorthand way of saying that centrality must be matched by a corresponding level of differentiation to maintain basic focusing. To test the theory the authors examine historically indigenous social movements, in particular, the Grassy Narrows movement in northern Ontario Canada.

Ksenia Sidorova, Roxana Quiroz Carranza and Astrid Karina Rivero Pérez present an empirical study about the youth in a marginalized Community in Merida, Yucatan, Mexico. The subjects of the research are all students of a high school, created by a local university specifically for the needs of their community. The study looks into the processes of their construction as knowing subjects that possess their own ideas on what it means to be young, participate in personal networks, and have had a unique experience related to the human rights, which more than often are violated in the case of “marginalized” youth.

In continuation of his “Introduction into Sociocybernetics” Roberto Gustavo Mancilla presents now the third and last part which is named “Fourth Order Cybernetics” and where the author focusses the question of rationality and language. The first and second part were published in volumes 9 and 10 of JoS.

Finally, looking forward the 50 anniversary of the death of Norbert Wiener in 2014, Michael Paetau asks in his article “Niklas Luhmann and Cybernetics” in what extent we can include Luhmann's work into the cybernetic tradition. Which are the significant connection-points between cybernetics and Luhmann's work? What is the relevance of this connection for Luhmanns own theoretical development? Which are the congruences and which are the differences? To what extent is Luhmann's Theory of Social Systems even though his critical distance integrable into the spectrum of the approaches of ``New Cybernetic'' (as Geyer & van der Zouwen formulated in 1986)?

The next edition of JoS is currently prepared. For further issues we invite schoolars who have their background in the field of systems theory, sociocybernetics, information- and communication science and who apply this for studying various social phenomena regarding their complexity and dynamics, to submit articles for publication in the JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS.

Prospective authors we invite to submit their papers to the journals website

http://zaguan.unizar.es/ojs/index.php/rc51-jos/information/authors

or directly to the editor

michael|dot|paetau|ät|sociocybernetics|dot|eu



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Veranstaltungsreihe Kolumbien:

Kolumbien wehrt sich gegen Naturzerstörung

Unsere 3. Kolumbien-Veranstaltung wird sich mit den aktuellen Auseinandersetzungen in dem südamerikanischen Land befassen, vor allem mit dem wachsenden Widerstand gegen die Umweltzerstörung und den Protesten der Landbevölkerung gegen ihre zunehmende Verarmung aufgrund von Billigimporten und Freihandelsabkommen. Diese Auseinandersetzungen haben sich in den letzten Monaten auf mehrere Regionen Kolumbiens ausgedehnt. Wir wollen sie jedoch beispielhaft mit Blick auf die Region Choco diskutieren, wo die Goldminenausbeutung Boden und Regenwald zerstört und damit auch die Lebensgrundlagen der Afro- und indigenen Bevölkerung bedroht. Als Referenten haben wir wieder Ulrich Kollwitz, Leiter der "Equipo Misionero Justicia y Paz" in Quibdo, Dep. Choco, Kolumbien, gewinnen können, dessen kenntnisreiche und detaillierte Beschreibung der Probleme uns bereits bei den beiden vergangenen Veranstaltungen begeistert hat. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Informationsstelle Lateinamerika (ILA) und dem Ibero Club Bonn statt.



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JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS, Band 10, ist erschienen

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Band 10 des JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS erschienen ist. Die Beiträge sind auf der Website der Zeitschrift abrufbar: http://zaguan.unizar.es/ojs/index.php/rc51-jos/index

Das JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS (ISSN: 1607-8667) ist eine internationale, interdisziplinäre elektronische wissenschaftliche Zeitschrift, die von unserer Forschungsstelle, dem Zentrum für Soziokybernetische Studien Bonn im Auftrag des Research Commitee on Sociocybernetics (RC 51) der International Sociological Assosciation (ISA) herausgegeben wird. Das JOURNAL OF SOCIOCYBERNETICS ist den Prinzipien der OPEN ACCESS INITIATIVE verpflichtet und ermöglicht den freien Zugang zu allen Artikeln, sobald sie erschienen sind.



wiedergutmachung

Zur Auseinandersetzung um Paul von Hindenburg:
Die Macht des Mythos: "Ehre wem Ehre gebührt"?!

Anlässlich der Auseinandersetzung um den früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg als Ehrenbürger und Namenspatron in der Bundesstadt Bonn (s. unten), laden wir zu zwei Informations- und Diskussionsveranstaltungen ein. Beide Veranstaltungen werden gemeinsam vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und Wissenskulturen e.V., Bonn, durchgeführt. Der Flyer für beide Veranstaltungen liegt hier zum Download bereit. Über seine Vervielfältigung und Verbreitung würden wir uns freuen. Die Veranstaltungen finden an folgenden Tagen statt:

Der Vortrag von Anna von der Goltz am 5. Juni beleuchtet die Selbst- und Fremdzuschreibungen Paul von Hindenburgs in der deutschen Öffentlichkeit 1914-1934. Die Referentin ist Assistant Professor für Deutsche Geschichte an der Georgetown University in Washington. 2008 erhielt sie den Ernst-Fraenkel-Preis für ihre Studie zum Hindenburg-Mythos; 2009 erschien ihr Buch „Hindenburg: Power, Myth, and the Rise of the Nazis“ bei Oxford University Press.

Im Zentrum der Veranstaltung am 15. Juni, stehen drei Themenbereiche, die in Arbeitsgruppen behandelt werden sollen:

Beide Veranstaltungen werden von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-DOK der Stadt Köln, dem Ministerium für Familie, Kinder, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen ud Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" gefördert.

Zum Download: Flyer der Veranstaltungsreihe "Die Auseinandersetzung um Paul von Hindenburg"



wiedergutmachung

Deutsch-Kolumbianische Theaterproduktion: Wiedergutmachung - Innehalten um weitergehen zu können. Eine lebendige Ausstellung

Nach mehr als 50 Jahren Bürgerkrieg in Kolumbien finden seit einigen Monaten Friedensverhandlungen statt. Was es heißt, in diesem zerrissenen Land von Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu sprechen, bringen die Künstler des theaterpädagogischen Projekts des Zivilen Friedensdienstes (Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe e.V. (AGEH)), der "Corporación Juridica Libertad" und des Kollektivs "Barracuda Carmela" in einer multimedialen Inszenierung zum Ausdruck. In dem Theaterstück treten die Künstler Inge Kleutgens, Catalina Medina und Felipe Vergara als "lebende Bilder" in einen Dialog mit den Werken des kolumbianischen Malers Sanchez Caballero auf. Sie leihen den Bildern ihre Körper und ihre Stimmen. Einen Vorgeschmack auf das Stück findet man in diesem: Video. Zum Download für die Weiterverbreitung gibt es hier einen Flyer.

Das Stück bietet also eine andere Art der Reflexion des gegenwärtigen sozialen und politischen Konflikts in Kolumbien. Das Stück wird in spanischer Sprache (teilweise Deutsch) aufgeführt. Spanische Texte werden ins Deutsche übersetzt. Im Foyer organisiert die terre des hommes Gruppe/Bonn die Ausstellung „Wir Kinder wollen Frieden – Kinderbilder aus Kolumbien“. Nach der ca. 50-minütigen Aufführung findet eine Diskussion mit den Künstlern statt.

Veranstalter sind das Internationale Frauenzentrum Bonn und die terre des hommes Gruppe/Bonn in Kooperation mit dem Bonner Netzwerk für Entwicklung, dem Ibero-Club Bonn e.V., der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, dem Frauennetzwerk für Frieden, dem Lateinamerika Zentrum Bonn, der Informationsstelle Lateinamerika (ILA), der Amnesty International Hochschulgruppe Bonn und dem Verein Wissenskulturen e.V. Die Theatertournee wird gefördert von: Brot für die Welt, Misereor und der AGEH.

Zum Download: Flyer der Veranstaltung in Bonn am 6. Juni 2013



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Constanza Paetau mit den Rheinlandtaler ausgezeichnet

Wir gratulieren unserem Mitglied Constanza Paetau von ganzem Herzen zur Verleihung des Rheinlandtalers. Mit dem Rheinlandtaler zeichnet der Landschaftsverband Rheinland seit 1975 jedes Jahr Persönlichkeiten aus, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlandes verdient gemacht haben. In diesem Jahr wurde unser Vereinsmitglied Constanza Paetau "für Verdienste um das multinationale Zusammenleben und friedliche Miteinander zwischen einzelnen Völkergruppen auf kulturellem Gebiet im Rheinland" mit dieser Auszeichnung geehrt. Constanza Paetau war 1999 Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende des Internationalen Frauenzentrums Bonn (IFZ), in dem Frauen aus Europa, Afrika, Amerika und Asien engagiert sind und das sich als Ort interkultureller Begegnung versteht. "Sie helfen den Frauen, sich in der neuen Heimat einzuleben und ermutigen sie, sich zu engagieren und selbst aktiv zu werden", hob der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Professor Dr. Jürgen Wilhelm in seiner Laudatio hervor. In Ihrer Dankesrede sagte Constanza Paetau u.a.:

"Wir müssen uns alle für die neue Vielfalt öffnen und dabei Vielfalt nicht nur bezogen auf Ethnizität begreifen, sondern auf neue Lebensformen und Anschauungen. Und wenn wir es gemeinsam schaffen, unsere eigenen Barrieren abzubauen und eine Kultur der Wertschätzung von Unterschiedlichkeit zu etablieren, nur so wird unsere Gesellschaft wirklich toleranter werden und es wird ein „Wir Gefühl“ geschaffen, das von allen Mitglieder der Gesellschaft getragen wird. Ein „Wir-Gefühl“, das heute von Personen mit Migrationshintergrund häufig vermisst wird." (Constanza Paetau in ihrer Dankesrede)

Weitere Informationen zur diesjährigen Rheinlandtaler-Verleihung:



hindenburg-hitler

Bürgerausschuss fordert ein klares Zeichen des Bonner Stadtrates gegen Hindenburg

"Der Krieg bekommt mir wie eine Badekur." (Paul von Hindenburg)

Der von unserem Verein an den Rat der Bundestadt Bonn gestellte Antrag, dem früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die ihm während der Naziherrschaft verliehene Ehrenbürgerwürde der Stadt Bonn posthum zu entziehen, wurde am 29.11.2012 erneut im Bürgerausschuss beraten. Leider konnten sich auch diesmal die Bürger der Stadt Bonn nicht an der Debatte beteiligen. Und wieder wurde die Hoffnung enttäuscht, dass die politisch Verantwortlichen dieser Stadt ein deutliches politisches Signal aussenden würden. Aber immerhin wurde mehrheitlich beschlossen, dem Rat der Stadt Bonn die Verabschiedung einer Resolution zu empfehlen, in der die 1933 von den Nazis durchgepeitschte Ernennung Hindenburgs zum Ehrenbürger posthum für null und nichtig erklärt wird. Und dass es hierfür gute Gründe gibt, zeigt nicht nur die Rolle Hindenburgs in der Weimarer Republik (s. unter "Dokumente zum Download" den Beitrag von M. Paetau), sondern auch die Art und Weise, in der diese Ehrung 1933 zustande gekommen war (s. unter "Dokumente zum Download" den Beitrag von T. Kaut).

Wir hatten in unserem Antrag gefordert, Hindenburg die Ehrenbürgerwürde abzuerkennen sowie den Hindenburgplatz in Dottendorf und die Hindenburgallee in Bad-Godesberg umzubennen. In der Begründung unseres Antrags heißt es u.a.: "Der frühere Reichspräsident Hindenburg muss aufgrund der gegenwärtigen wissenschaftli­chen Erkenntnisse als verhängnisvolle Unheilsgestalt der deutschen Geschichte erachtet werden." In dem Antrag heißt es weiter: "In einer Situation, in der die demokratische Öffentlichkeit nach Wegen und Mitteln gegen rechtsextremistischen Terror und die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankengutes sucht, ist die Ehrenbürgerschaft für einen Wegbereiter des NS-Regimes, der wie kaum eine andere Person für Demokratiefeindlichkeit und nationale Überheblichkeit steht, ein Affront gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus und gegenüber allen Menschen, die sich gegen Rassismus und Neonazis mutig zur Wehr setzen. Mit diesem Antrag möchten wir den guten Namen der ehemaligen Bundeshauptstadt und jetzigen Bundesstadt Bonn als einer weltoffenen und toleranten UN-City, die Menschen aus allen Ländern und Kulturen willkommen heißt, schützen und verteidigen."

Dokumente zum Download: