
Der Verein Wissenskulturen e.V. befasst sich mit Phänomenen des
gesellschaftlichen Umschlags und des geschichtlichen Wandels von
Wissenskulturen. Ausgangspunkt unserer Aktivitäten ist der enge
Zusammenhang von gesellschaftlichen Transformationsprozessen und
Veränderungen in der Wissensformation einer Gesellschaft. D.h. wir
betrachten die Art und Weise, wie eine Gesellschaft mit ihrem Wissen
umgeht, als ein Faktorenbündel, das einen relevanten Einfluss auf
andere gesellschaftliche Bereiche ausübt (z.B. auf die öffentliche
Meinung, auf den Zugang zu Bildung, auf die Freiheit der Kunst, aber
auch auf gesellschaftliche Machtverhältnisse) und umgekehrt natürlich
auch selbst von diesen beeinflusst wird (z.B. von informations- und
kommunikationstechnischen Systemen oder von den Rechtsverhältnissen
einer Gesellschaft).
Aus diesem Zusammenhang ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die Beobachtung der verschiedenen Komponenten der Wissenskulturen in besonderem Maße Aufschluss geben kann über die soziale Qualität der gesellschaftlichen Transformation, die eine Gesellschaft durchläuft (beispielsweise hinsichtlich des Machtgefüges, der Geschlechterverhältnisse oder des ökologischen Gleichgewichts).
Wissenskulturen e.V. wurde 2008 als gemeinnütziger Verein gegründet und betreibt das Zentrum für Soziokybernetische Studien Bonn als eigene Forschungsstelle. Die in der Satzung des Vereins festgelegten Ziele werden realisiert